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Wie realisieren wir eine sinnvolle, digitale Identität für unser Internetleben?
Meine virtuelle Identität ist die Menge aller Personendaten, die auf mich als reale Person verweisen und in den verteilten Systemen des Internets gespeichert sind. Meine digitalen oder elektronischen Identitäten (eID) sind funktionale Teilmengen davon. Wir alle benutzen unsere eID‘s, bewusst oder unbewusst, um auf elektronische Dienstleistungen zuzugreifen. Im FF vID beschäftigen wir uns mit Fragen rund um Abgrenzung, Nutzung, Sicherheit, Datenschutz, Transparenz und der Vertrauenswürdigkeit von digitalen Transaktionen, bei denen eID’s  involviert sind.

Wie realisieren wir die dazugehörigen Dienste für die E-Society?

Eine Identitäts- und Zugriffsverwaltung (Identity and Access Management, IAM) stellt sicher, dass nur berechtigte Personen in definiertem Umfang auf bestimmte Informationssysteme sowie deren Daten zugreifen können. Es wird für internetbasierte Geschäftsprozesse und soziale Interaktionen gebraucht, weil die Kommunikationspartner identifizieren müssen, wer am anderen Ende des Internets sitzt. IAM ist somit einer der fundamentalen Bausteine für die Entwicklung der e-Society. Einerseits fordern im Staatsumfeld Kantone und der Bund nachhaltige, standardisierte Lösungen. Anderseits werden diese in der Wirtschaft benötigt, damit die Schweizer Wirtschaft sich am entstehenden Digital Single Market in Europa beteiligen kann. 

Konkrete Aktivitäten und Projekte 

Die BFH ist die führende Schweizer Hochschule im Bereich der virtuellen Identität und geniesst auch international hohe Reputation. Wir leiten das Priorisierte E-Government Vorhaben von Bund und Kantonen zu IAM, haben (drittmittelfinanziert) die Schweizer IAM-Standards im öffentlichen Sektor entwickelt, sind in den eCH Fachgruppen IAM und Architektur aktiv und in verschiedene nationale Projekte involviert (z.B. Erstellung eines eID Ökosystemmodells im Kontext der Erneuerung der Schweizer Identitätskarte). Wir vertreten im Mandat des Staatssekretariats für Wirtschaft offiziell die Schweiz im grossen EU Pilotprojekt STORK 2.0, das eine Identitätslösung für den Digital Single Market baut. Auf Wunsch des Projektkoordinators und mehrerer EU-Mitgliedstaaten spielt die BFH dort eine Schlüsselrolle. Zusammen mit dem UK Cabinet Office haben wir die Ko-Leitung von Service-Design, Standardisierung und Nachhaltigkeitssicherung. Ausserdem leitet die BFH den STORK-Piloten im eBanking-Umfeld. 

Interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik 

Wir forschen in enger Zusammenarbeit mit den öffentlichen Verwaltungen der Schweiz, den Schweizer und Europäischen ICT Anbietern sowie Partnern aus der Europäischen Forschung. Die Kollaboration des E-Government-Instituts (BFH, Wirtschaft) und des Forschungsbereichs ICT-Based Management (BFH, Technik und Informatik) führt zu einer hervorragenden Kombination von technischer, organisatorischer und ökonomischer Kompetenz. Dies ermöglicht die komplexen Fragestellungen transdisziplinär zu bearbeiten.