Interview mit Simon Perren, EMBA-Absolvent

01.03.2018

Simon Perren, Absolvent des EMBA in Leadership und Management berichtet in einem Interview mit Anna Knutti (Studienleiterin EMBA in Leadership und Management) über seine Zeit an der BFH. Er beantwortet die Frage warum er sich für eine Weiterbildung des Departements Wirtschaft entschieden hat und welche Tipps er anderen Studierenden geben kann.

Frage: Warum hast Du Dich für eine Weiterbildung am Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule entschieden?

Simon Perren: Ein Studium an einer Universität konnte ich mir nicht vorstellen, da mir der Praxisbezug fehlte. Ich fand die Vorstellung schrecklich, mit hundert anderen Studenten in einem Raum zu sitzen und eine Vorlesung nach der anderen zu verfolgen. Ausserdem wollte ich von der Technik weg in die Führung. Durch meine Berufslehre zum Polymechaniker und dem anschliessenden technischen Studium zum Betriebstechniker HF war mir dies kaum möglich. Das EMBA Studium der Berner Fachhochschule war aber das richtige Instrument um mich im Bereich Management und Leadership weiterzubilden. Bereits während des Studiums an der BFH konnte ich intern in die Geschäftsleitung aufsteigen.

Du bist der erste Absolvent, der ein ganzes CAS mit Fachkursen und Studienreisen «ersetzt» hat. Warum hast Du Dich für diesen Weg entschieden? Würdest Du es wieder so machen?

Der modulare Aufbau des Studiums war einer der Gründe warum ich mich für die BFH entschieden habe. Der Fachkurs Auftrittskompetenz und die Studienreise nach Indien sind mir bereits bei der Informationsveranstaltung ins Auge gestochen, und ich suchte eine Möglichkeit diese in mein Studienprogramm einzubinden. Ausserdem war mein Plan, das Studium in drei anstatt vier Semestern abzuschliessen und die Fachkurse bzw. Studienreisen jeweils während eines Semesters zu absolvieren. Dieser Plan wurde allerdings von einer ungeplanten Bandscheiben-Operation vereitelt. Mein Abschluss hat sich deshalb um ein halbes Jahr verzögert. Trotzdem, würde ich es wieder genauso machen, dann aber besser auf meinen Rücken achten.

Dein Blick zurück auf die Studienzeit: Was bleibt?

Die Studienreise nach Indien war unbeschreiblich schön. Die Möglichkeit, dieses Land in diesem Kontext zu sehen, war einzigartig. Ein weiteres Highlight für mich waren die vielen Bekanntschaften, die ich mit den bereits erfolgreich berufstätigen Mitstudierendenn machen konnte.

Das Schreiben der Masterarbeit ist für manchen eine Herausforderung. Hast Du Tipps und Tricks für unsere Studierenden, denen dies noch bevorsteht?

Nehmt ein Thema, dass euch wirklich interessiert, das macht das Ganze wesentlich einfacher. Ausserdem ist Zeit-Management wirklich wichtig.

Zum Abschluss: Gibt es eine Anekdote, die Dir spontan einfällt, wenn Du an die Zeit an der Berner Fachhochschule zurückdenkst?

Spontan fällt mir mein erster Unterrichtstag ein: Volkswirtschaftslehre mit Herrn Frey. VWL und BWL hatte ich bisher nur in der höheren Fachschule und es interessierte mich herzlich wenig. Ich kam mit der Einstellung an die BFH, ein Diplom zu machen, dass mir die Türen in der Führung öffnen soll. Der Block mit Herrn Frey und seine Art zu unterrichten haben mich aber derart begeistert, dass mich auf einmal die ganze Welt der Wirtschaftslehre faszinierte und ich momentan sogar darüber nachdenke, selbst im Bereich BWL an höheren Fachschulen zu unterrichten. "Oooh tireli..."