eGov Fokus 1/2009: Strategie und Führungskonzepte im E-Government

Datum der Tagung: Freitag, 8. Mai 2009
Zeit: 9.00-15.00 Uhr (anschliessend Apéro)
Ort: Hotel Ador, Laupenstrasse 15, 3001 Bern
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Kostenbeitrag: CHF 290.-

Flyer mit Programm (PDF 578 KB)

Impressionen der Tagung (Bildergalerie)



Allgemeine Informationen

Die E-Government-Strategie Schweiz wurde Anfang 2007 durch den Bundesrat verabschiedet. Damit wurde die Grundlage für die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden im E-Government geschaffen. Die im Rahmen der E-Government-Strategie definierten priorisierten Vorhaben befinden sich mehrheitlich in der Umsetzung. Die Koordination und die Finanzierung dieser Vorhaben stellen nach wie vor eine zentrale Herausforderung für das E-Government Schweiz dar. Erfahrungen aus dem Ausland hinsichtlich Strategie und deren Umsetzung können hier konkrete Handlungsoptionen aufzeigen.

Planung, Umsetzung, Kontrolle und Verbesserung sind wichtige Elemente einer Strategie, um E-Government effektiv und erfolgreich implementieren zu können und so letztlich deren Ziele – bürokratische Hürden in der Verwaltung abzubauen und Kosten einzusparen – zu erreichen. In Abstimmung mit der Strategie sind für die priorisierten Vorhaben Führungskonzepte zu erarbeiten, welche die Steuerung und das Controlling dieser Projekte über alle föderalen Ebenen hinweg ermöglichen.

Der Nutzen der E-Government-Strategie Schweiz ist letztlich in der gemeinsamen Zielsetzung und in der Koordination des Vorgehens der öffentlichen Verwaltung mit der Wirtschaft zu sehen. Durch die laufende Evaluation wird der Fortschritt der Strategieumsetzung gemessen, was erlaubt, gegebenenfalls Massnahmen auf der Ebene der Strategie durch den Steuerungsausschuss E-Government zu ergreifen.

Inhalt und Ziele der Veranstaltung

Es werden konzeptionelle Grundlagen und Praxiserfahrungen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zu Strategien und Führungskonzepten im E-Government vorgestellt. Unterschiedliche Ansätze von Strategien werden ebenso aufgezeigt, wie Voraussetzungen, Risiken und Erfolgsfaktoren für deren Umsetzung. Im anschliessenden Expertengespräch wird die Rollenverteilung in der Zusammenarbeit von Behörden und Privatwirtschaft bei der Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz diskutiert.

Zielpublikum

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung aller Ebenen.



Prof. Dr. Reinhard Riedl
Leiter Kompetenzzentrum Public Management und E-Government der Berner Fachhochschule

E-Government-Strategien und die Herausforderungen bei ihrer Umsetzung
E-Government-Strategien dienen dazu, die IT einer oder mehrerer Organisationen des öffentlichen Sektors auf die langfristigen Organisationsziele auszurichten. Zugleich zeigen sie auf, wie eine Behörde oder ein Behördenverbund die Organisationsstruktur und die Organisationskultur verändern muss, um das Potential der IT voll auszuschöpfen. Der Vortrag befasst sich mit der Frage, was eine wirksame E-Government Strategie ausmacht, und beleuchtet die Herausforderungen bei deren Umsetzung. 

Präsentation von R. Riedl (PDF 328 KB)



Dr. Alain Sandoz

Directeur Vauban Technologies, Neuchâtel, Mitglied Expertenausschuss eCH

The Relationship between Strategy, Architecture, and Engineering in e-Government, in Six Lines

The talk analyses the relationship between strategy, architecture and engineering in the e-Government sector. If Switzerland is to acquire a strategic position in this domain, we should try and learn to build platforms delivering 5'000 services to 20'000'000 customers online.
This means going into new forms of public private partnerships, and also, more important, transforming the fragmented Swiss public sector without political upheaval.
We take an inductive approach to this problem and sketch six lines that will determine success or failure of our e-Government strategies. They are anchored in systems architecting, an approach to complex systems development.
We compare these points with a French department, Val d’Oise, with over 1 million inhabitants and 180 communes, which took a deductive approach to the problem, and show how both can be used to boost our flailing position in e-Government.

Präsentation von A. Sandoz (PDF 903 KB)



Dr. Christian Mrugalla
Bundesministerium des Innern, Referat IT 2 (IT-Steuerung Bund), Berlin, Leiter der Arbeitsgruppe „IT-Rahmenkonzept und IT-Architektur“ des Rates der IT-Beauftragten der deutschen Bundesverwaltung

IT-Steuerung Bund – Aufbau eines Architekturmanagements für die deutsche Bundesverwaltung
Die deutsche Bundesregierung hat im Konzept „IT-Steuerung Bund“ vom 05.12.2007 die Bedeutung eines Architekturmanagements für die ressortübergreifende Steuerung ihrer Informationstechnik hervorgehoben. Hierfür ist ein gemeinsames Verständnis im Rahmen eines einheitlichen Referenzmodells („Framework“) notwendig. Eine solche Rahmenarchitektur beschreibt Grundbegriffe, Planungsinstrumente wie das neu eingeführte jährliche IT-Rahmenkonzept des Bundes sowie Managementprozesse. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Lösungsstrategien und die weiteren Planungen.

Präsentation von Ch. Mrugalla (PDF 489 KB)



Brigitte Lutz
Magistratsdirektion der Stadt Wien, IKT-Strategie

E-Government-Strategie der Stadt Wien "Die Revolution in der Einstellung der Verwaltung zu den Kunden und Kundinnen - Ziele, Methoden, Chancen und Massnahmen" 
Durch E-Government wird den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft die Möglichkeit geboten, Dienstleistungen der Stadt Wien einfach und bequem in Anspruch zu nehmen. Die Ziele der Verwaltung, die Methoden für die Umsetzung von E-Government-Projekten, Erfahrungen aus der Praxis und das E-Government-Leistungsangebot der Stadt Wien werden präsentiert.

Frau Lutz übernimmt das Referat aus Österreich an Stelle von Herrn Jabkowski, welcher leider kurzfristig verhindert ist.

Präsentation von B. Lutz (PDF 1.70  MB)



Dr. Jean-Jacques Didisheim
Leiter Bereich E-Government, Informatikstrategieorgan Bund ISB, Eidgenössisches Finanzdepartement EFD

Aktueller Stand und Herausforderung der E-Government-Strategie Schweiz
Vor gut anderthalb Jahren wurde die Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz durch den Steuerungsausschuss freigegeben. Für eine Mehrheit der priorisierten Vorhaben konnte eine federführende Organisation bestimmt werden, an denen sich neben Bund und Kantone auch weitere Akteure beteiligen. Im Referat werden der aktuelle Stand und der Ausblick auf die nächsten Schritte aufgezeigt. Neben einer Evaluation des bisher Erreichten werden die Roadmap und das Cockpit zur Steuerung sowie aktuelle Herausforderungen vorgestellt.

Präsentation von J.-J. Didisheim (PDF 296 KB)



Corina Casanova

Bundeskanzlerin, Mitglied Steuerungsausschuss E-Government

Mit E-Government zu einer modernen Verwaltung – Die E-Government-Strategie aus Sicht der Politik

E-Government ist nicht nur eine Frage der Technologie, sondern bildet ein wesentliches politisches Element der Informationsgesellschaft Schweiz. Die E-Government-Strategie Schweiz ist der Fahrplan für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Frau Bundeskanzlerin Casanova wird in ihrem Referat E-Government aus der Sicht der Politik und der strategischen Verwaltungsführung betrachten und über die Bestrebungen und Vorhaben der Bundesverwaltung im E-Government sprechen.



Expertengespräch - "Zusammenarbeit von Behörden und Privatwirtschaft bei der Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz: Wer soll welche Rolle spielen?"

Peter Fischer

Delegierter für die Informatikstrategie des Bundes, Informatikstrategieorgan Bund ISB

Stefan Arn

Managing Director UBS AG, Präsident ICT Switzerlan