eGov Fokus 1/2018: Die Schweiz im Europäischen E-Government – Projekte und Perspektiven

Datum:Freitag, 1. Juni 2018
Zeit:9:00-17:00 Uhr anschliessend Apéro
Ort:Berner GenerationenHaus, Bahnhofplatz 2, 3011 Bern  Website


Allgemeine Informationen

Europa macht vorwärts mit digitalen Infrastrukturen und E-Government nach den Prinzipien digital by default, cross border by default, interoperability by default und once only. Welchen Impact hat das für die Schweiz? Welche Massnahmen sind notwendig, um interoperabel und/oder konkurrenzfähig zu sein?

Im Fokus des Europäischen E-Government stehen die Strategie für einen Digitalen Binnenmarkt und der E-Government Action Plan für die umfassende Digitalisierung und Vereinfachung der Behördeninterkationen für Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen. Viele Mitgliedsländer bereiten ihre Infrastrukturen mit umfassenden Aktivitäten auf diese Veränderungen vor. Die Schweiz hat sich mit der Unterzeichnung der Ministerial Declaration on E-Government (Tallinn Declaration) auf die Umsetzung der europäischen Prinzipien verpflichtet. Der nächste eGov Fokus des E-Government-Instituts der Berner Fachhochschule präsentiert Implementierungsaktivitäten ausgewählter Länder und regt die Diskussion an, wie die Umsetzung der europäischen Prinzipien in der Schweiz auf strategischer und operativer Ebene erreicht werden kann. 

Zielpublikum

Die Veranstaltung ist eine Wissenstransfer-Veranstaltung des BFH-Zentrums Digital Society und wird vom E-Government Institut organisiert. Sie richtet sich an Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung (Bund, Kantone, Städte und Gemeinden), an Politikerinnen und Politiker, an Dienstleister aus der Privatwirtschaft, an Projektleitende und -mitarbeitende sowie an praxisinteressierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler..


9:00 Uhr Begrüssungskaffee & Networking


9:45 Uhr Begrüssung durch Prof. Dr. Thomas Gees

Leiter Ökonomie und Gesellschaft, Dozent, E-Government-Institut


09:55 Uhr

Prof. Dr. Reinhard Riedl

Leiter des BFH-Zentrums Digital Society, Berner Fachhochschule

Eröffnungsreferat: Digitale Geopolitik aus Schweizer Perspektive

Die Digitalisierung führt zu einer Umverteilung von Reichtum – und sie macht alte Antworten auf die Frage «Staat oder Markt» obsolet. In der Vergangenheit scheiterte die Anwendung der traditionellen Betriebswirtschaftslehre auf die Unternehmens-IT, weil sie zentrale Konzepte wie technische Schulden nicht kennt. Heute scheitert das traditionelle volkswirtschaftliche Herangehen an ökonomische Digitalisierungsfragen. In Zukunft werden traditionelle politische Themenstellung keinerlei Bedeutung mehr haben. Es ist wichtig, dass wir verstehen, von welchen althergebrachten Konzepten wir uns trennen müssen – und dass wir gleichzeitig jene «alten» Prinzipien hochhalten, die auch in der digitalen Zukunft eine Rolle spielen werden. Wenn uns das nicht gelingt, werden wir zum Demokratie-Themenpark am Ende der Chinesischen Seidenstrasse.

Präsentation von R. Riedl (1 MB)


10:30 Uhr

Lena-Sophie Müller

Geschäftsführerin Initiative D21
Kurzbio

Referat: Der Staat im Digitalisierungsstress? Impulse der Tallinn-Declaration für die Akzeptanz und Nutzung von E-Government

Die Europäische Union hat sich in Sachen Digitalisierung viel vorgenommen. Digitale Verwaltungsdienste, die die Erleichterung des täglichen Lebens fördern, werden zunehmend auch zum Gradmesser und Treiber für in den Nationalstaaten. Das grosse Ziel von E-Government in Bezug auf die BürgerInnen ist es, den Umgang mit den Behörden schneller, effizienter, bequemer, transparenter und kostengünstiger zu machen. Ob dies gelingt, entscheidet letztlich die Akzeptanz, Nutzung und die Zufriedenheit der BürgerInnen mit den digitalen Verwaltungsangebote. Der Vortrag gibt einen Überblick über eGovernment aus der BürgerInnen-Perspektive in der Schweiz und Deutschland und fragt nach den Impulsen, die von der Tallinn Declaration ausgehen können.

Präsentation von Lena-Sophie Müller (1.2 MB)


11:05 Uhr Kaffeepause


11:30 Uhr

Prof. Dr. Maria Wimmer

Professorin am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, Universität Koblenz-Landau
Projektkoordinatorin SCOOP4C
Kurzbio

Referat: Einblick in das Once-only Prinzip (OOP) aus Europäischer Perspektive

Kurzbeschreibung: Basierend auf dem EU Aktionsplan 2016-2020 investieren sowohl die Europäische Kommission als auch einzelne Mitgliedstaaten derzeit massiv in die Umsetzung des Once-only Prinzips. Der Vortrag zeigt Best-Practice Beispiele aus Europa auf und reflektiert wesentliche Anforderungen und Herausforderungen an die Umsetzung der 'Einmaldatenerfassung' in Bürger- und Unternehmensservices.

Präsentation von M. Wimmer (2.8 MB)


12:05 Uhr

Bas Groenveld

Managing Director & Co-founder at Aguilonius Netherlands, Advisor for Digital Government Service of the Dutch Ministry of Internal Affairs (Logius)

Referat: Cutting Red Tape with Standard Business Reporting

Standardization of data definitions, processes and technology leads to a reduction of administrative burden. The Netherlands applies the Standard Business Reporting methodology across domains, in both the private and public sector. Regulators, ministries, businesses, accountants, banks, software vendors can easily exchange structured, well-defined information for annual reporting, tax returns, statistics, business lending, etc.

Präsentation von B. Groenveld (800 KB)


12:45 Uhr Lunch


13:45 Uhr

Cedric Roy
Chef de la direction opérationnelle, E-Government Schweiz

Referat: E-Government Suisse : d’où l’on vient, où l’on est et où on pourrait aller

E-Government Suisse est une organisation qui définit et met en oeuvre la stratégie de cyberadministration arrêtée entre la Confédération, les cantons et les communes. L’exposé rappellera la structure et le fonctionnement de l’organisation, indiquera les jalons atteints entre 2015 et 2018 et quels objectifs sont encore prévus jusqu’à la fin 2019. Des pistes de réflexion pour une stratégie renouvelée en 2020 seront également échafaudées.

Vortrag in französischer Sprache

Präsentation in deutscher Sprache von C.Roy (1.8 MB)


14:20 Uhr Themencafés

- E-Inclusion: Kundenrechte / Kundenperspektive im digitalen Binnenmarkt

Experten:
Markus Riesch (Geschäftsstelle E-Accessibility Bund) und Angelina Dungga (E-Government-Institut)

Ziel des Themencafés ist es, gemeinsam die Herausforderungen in der Umsetzung von barrierefreien E-Government-Leistungen zu erarbeiten und zu eruieren, wie diese durch verstärkte behördenübergreifende Zusammenarbeit erleichtert werden kann. Im Vorfeld zur Diskussion werden, am Beispiel E-Voting, die möglichen Barrieren aufgezeigt, die bei der Bereitstellung dieser Dienstleistung sich ergeben können.
- Erneuerung der E-Government-Strategie Schweiz per 2020

Experte:
Cedric Roy (eGovernment Schweiz) und Alessia Neuroni
(E-Government-Institut)

Darstellung der Handlungsfelder mit Zeit für Fragen und oder Rückmeldung.

Präsentation (700 KB)

- Chancen des Once-Only Prinzips für die Schweiz
Experte:
Jérôme Brugger
(E-Government-Institut)
Once Only als grundlegende Veränderung der Verwaltungshandelns bringt viele Herausforderungen mit sich. In einem ersten Schritt sollen aber die Chancen und neuen Möglichkeiten für konkrete Use Cases identifiziert werden, wie für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und die Verwaltung selbst erhebliche Vereinfachungen und ein grosser Mehrwert geschaffen werden kann.
Output Themencafés (PDF 1 MB)

15:20 Uhr Kaffeepause


15:45 Uhr Output Themencafés


16:10 Uhr

Marlies Pfister

Wirtschaftsinformatikerin, Inhaberin pfister.consulting
Kurzbio

Referat: Vor und nach der Unterzeichnung der Tallinn Deklaration

Wie gehen Kantone, Städte und Gemeinden das Thema an? Welche Veränderungen zeichnen sich nach der Unterzeichnung der Tallinn Deklaration ab und welche Einflussmöglichkeiten auf politischer, strategischer und operativer Ebene sind zielführend.

Präsentation von M. Pfister (1.8 MB)


16:35 Uhr Abschluss der Tagung durch Prof. Dr. Thomas Gees

Präsentation von Th. Gees (820 KB)


ab 16:50 Uhr Apéro