BPM@ÖV2014 - Swiss Day

Datum der Tagung: Mittwoch, 9. April 2014
Zeit: 8.30-18.00 Uhr (anschliessend Apéro)
Ort: General Guisan-Kaserne, Papiermühlestrasse 15, 3022 Bern
Lageplan


Allgemeine Informationen

Die Konferenz zeichnet sich vor allem durch ihre thematische Fokussierung und Ausrichtung aus. Angesprochen werden primär Verwaltungsmitarbeiter die aktuell oder künftig mit dem Prozessmanagement in der Öffentlichen Verwaltung zu tun haben. Es kommen schweizerische Fallstudien zum Vortrag und die Fachgruppe GPM von eCH wird neueste Ergebnisse präsentieren. Als mögliche Sponsoren werden „Werkzeughersteller“, Beratungs- sowie Auditdienstleister angesprochen, und zwar in den Bereichen BPM, BPMN, Unternehmensarchitektur, prozessorientierte Business Intelligence, Unterstützung Governance und Interne Kontrollsysteme (IKS) sowie GEVER / Elektronische Geschäftsverwaltung.


9.05-9.35

Balthasar Glättli

Nationalrat und Fraktionschef Grüne

Potenziale der Prozessorientierung in der ÖV aus politischer Sicht – Inputs der Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Präsentation von B. Glättli (PDF 131 KB)


9.35-9.40

Marc Schaffroth

Projektleiter Architekturen und Standards beim Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), Leiter der eCH-Fachgruppe Geschäftsprozesse

Einführungsvortrag: E-Government – Prozessmanage-ment – Verein eCH

Animierter Foliensatz (PPTX 3.1 MB)


9.40-10.05

Thomas Alabor

Leiter Organisationsabteilung Kanton Neuenburg

Integration der BPM-Prozessdokumentation ins Managementsystem des Kantons Neuenburg

Ein modernes Managementsystem ist prozessorientiert. Dabei wird die Prozessdokumentation oftmals als mühsam und aufwändig empfunden ohne wirklichen Mehrwert zu generieren. Dank einem integrierten Ansatz und modernen Tools wird aus toten Papierprozessen ein gelebtes System mit enormem Zukunftspotential.

Präsentation von Th. Alabor (PDF 399 KB)


10.05-10.30

Serge Delafontaine

Process Consultant, Rigert Consulting AG

 

 

Daniel Hadrian

Stv. Geschäftsführer, Rigert Consulting AG

Nutzen und Anwendung der Aufgabenlandkarte Schweiz

Öffentliche Aufgaben sind diejenigen Aufgaben welche durch einen Gesetzesauftrag definiert werden und für die eine Behörde verantwortlich ist. Zur Umsetzung von Aufgaben, erbringen Behörden Leistungen welche wiederum an Hand von Geschäftsprozessen dokumentiert werden. Mit der Aufgabenlandkarte Schweiz steht ein wichtiges Referenzframework zur Verfügung mit dem die öffentlichen Aufgaben der Schweizer Behörden sowie deren Beziehung zu den Leistungen harmonisiert dargestellt werden können. Im Vortrag werden der Nutzen dieses Frameworks dargestellt, Anwendungstipps gegeben und Praxisfeedbacks besprochen.

Der Vortrag wird in Französisch gehalten.

Präsentation von S. Delafontaine und D. Hadrian (PDF 670 KB)


11.10-11.35

Luzia Gähwiler

Stv. Leiterin Stabsstelle E-Government des Kantons Zürich

 

 

Prof. Dr. Konrad Walser

Professor für Wirtschaftsinformatik, Wissenschaftlicher Leiter BPM@ÖV2014, E-Government-Institut, Berner Fachhochschule

Aktuelle Arbeiten der eCH-Arbeitsgruppe "Front-Office" der Fachgruppe GPM von eCH

Der Vortrag zeigt auf, in welche Richtung erste Arbeiten im Bereich Standardisierung des Front-Office-Bereichs im E-Government gehen. Die eCH-Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Voraussetzungen, die sich ergeben, wenn die Idee von Front Offices in der Öffentlichen Verwaltung konsequent umgesetzt werden soll. Ausgehend davon bestehen verschiedene Standardisierungs-Ideen. Ein erstes in Entwicklung befindliches Dokument in Form eines eCH-Hilfsmittels thematisiert bestehende kantonale Lösungen im Bereich Front Office und positioniert diese zueinander um Good Practices für die Front Office Implementierung abzuleiten. Überdies werden diese Good Practices in der Literatur vorhandenen Vorstellungen zum Front Office Thema in der Öffentlichen Verwaltung gegenübergestellt um auch daraus Good Practices abzuleiten.

Präsentation von L. Gähwiler und K. Walser (PDF 466 KB)


11.35-12.00

Marc Schaffroth

Projektleiter Architekturen und Standards beim Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), Leiter der eCH-Fachgruppe Geschäftsprozesse

 

 

 

Beat Rigert

Geschäftsführer Rigert Consulting AG

Umsetzung von eCH-BPM-Standards in einem Amt: Ein Erfahrungsbericht aus der Bundesverwaltung

Das Referat liefert einen Erfahrungsbericht zur Umsetzung von eCH-Standards in der Prozessdokumentation eines Bundesamtes. Bei der Einführung des Prozessmanagements hat die einheitliche Dokumentation der Geschäftsprozesse Vorrang. Dadurch soll in- und ausserhalb des Amtes ein gemeinsames Verständnis für die fachliche Zusammenarbeit geschaffen werden (und damit auch die Basis für eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse). Insbesondere wird auf die praktischen Aspekte der Umsetzung von (eCH-)Aufgabenstrukturen sowie Leistungs- und Prozessbeschreibungen in einer Prozessdokumentation eingegangen. Gleichzeitig wird anhand von IKS und GEVER aufgezeigt, wie mit der fachlichen Prozessdokumentation ein gemeinsames effizientes Werkzeug für eine Vielzahl von Managementdisziplinen geschaffen werden kann.

Animierter Foliensatz (PPTX 1.6 MB)


12.00-12.25

Florian Evéquoz

Projektleiter B1.13 und Prof. für Wirtschaftsinformatik an der HEVS Siders

eCH-Prozessaustauschplattform für Gemeinden und Kantone

Präsentation von F. Evéquoz (PDF 1.4 MB)


13.35-14.50

Workshop: Prozessmanagement, IKS und Risikomanagement – einfaches  Zusammenspiel!

Prozessmanagement (BPM), Qualitätssicherung (QS) und nun noch Internes Kontrollsystem (IKS)? Viele Verwaltungen organisieren sich neu, stellen sich veränderten Anforderungen und das mit immer weniger Ressourcen. Die Dokumentation und Publikation der Arbeitsabläufe schafft Transparenz und kann helfen die Effizienz und Qualität der täglichen Arbeit zu steigern. Interne Kontrollsysteme unterstützen die Qualitätssicherung und Risiko-Minimierung . Der grösste Nutzen aber entsteht aus dem einfachen Zusammenspiel dieser Disziplinen. Im Workshop "Prozessmanagement, IKS und Risiko-Management – einfaches Zusammenspiel" zeigen wir Ihnen pragmatische und erprobte Modelle auf und erarbeiten gemeinsam konkrete Ansätze für Ihre Anforderungen – für ein effizientes Zusammenspiel von BPM, HRM2 und IKS.

Präsentation Workshop (PDF 3.4 MB)

Elias Mayer

Benno Häfliger

Christian Staubli

Christian Lichka

Abraxas Informatik AGNetcetera AGAbraxas Informatik AGBOC

13.35-14.00

Thomas Schärli

Geschäftsleiter / Consultant schärli share

 

 

Dr. Maximilian Zündt

Senior Consultant Detecon Schweiz AG

Informationsmodell eCH-0177: Bindeglied zwischen Prozessen für eine vernetzte Verwaltung Schweiz

Semantische Interoperabilität ist eine von drei Säulen einer konsistenten behörden­übergreifenden Leistungserbringung. Das auf Initiative des Kantons Basel-Stadt und des SECO entwickelte Informationsmodell zur Geschäftsabwicklung in einer vernetzten Verwaltung Schweiz verbindet bereits vorhandene Standards, Best Practices und Lösungs­ansätze aus verschiedenen Fach- und Querschnittbereichen zu einer inhaltlichen Gesamt­sicht auf das „System E-Government Schweiz“.

Im Rahmen von Fallstudien und Workshops werden zurzeit die praktischen Einsatz­möglich­keiten des Informationsmodells untersucht, ein eCH-Standard vorbereitet sowie gangbare Betriebs- und Pflege-Optionen geprüft.

Im Zentrum des Vortrags stehen die  aktuellen Aktivitäten und Ergebnisse des Projekts. Der Nutzen des Informationsmodells wird, ausgehend von konkreten Prozessmodellen, anhand von Verprobungen in priorisierten Vorhaben von E-Government Schweiz (u.a. A1.12 Zuzug / Wegzug) und der Denkmalpflege Basel-Stadt aufgezeigt. Den Abschluss bildet ein Ausblick über zukünftige Weiterentwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten.

Präsentation von Th. Schärli und M. Zündt (PDF 1.7 MB)


14.00-14.25

Marcello Napoletano

Consultant NOVO Business Consultants

Anwendungsbeispiele einer zentralen Prozesssteuerung am Beispiel des Kantons Basel-Landschaft

Mit gleichbleibenden oder sinkenden Mitteln sollen in der Öffentlichen Verwaltung nicht nur die bisherigen Aufgaben erfüllt, sondern auch die Entwicklung in der Informatik forciert werden. Ausgehend vom E-Government unterliegen dabei Geschäftsprozesse einem Wandel. Softwarelösungen müssen entsprechend flexibel sein. Die NOVO Business Consultants hat sich in grossen BPM-Projekten in der öffentlichen Verwaltung viel Umsetzungserfahrung angeeignet. An konkreten Beispielen demonstrieren wir, wie staatliche Organe auf derselben Infrastruktur aufbauend sowohl verwaltungsinterne Prozesse abbilden, wie auch E-Government-Services gegenüber dem Bürger erbringen können. Dies erfolgt an der Fallstudie Kanton Baselland.

Der Kanton Baselland hat in den letzten Jahren mit der Online Service Platform (OSP) eine moderne Infrastruktur aufgebaut und die Voraussetzungen für zukünftige E-Government Anwendungen geschaffen. Darauf aufbauend wurden in einer ersten Phase die interne Verarbeitung von Kreditorenrechnungen sowie die interne Leistungsverrechnung realisiert, was sich sehr bewährte. Als nächster Schritt wird die Prozesslandschaft um die Verarbeitung von Berechtigungsanträgen erweitert. Der Schritt zu systemübergreifenden, externen Prozessen wird durch Überlegungen zum Identity und Access Management geprägt. Als weiteres Fallbeispiel wird der Prozess der Schadenbearbeitung im Bereich Gebäudeversicherung vorgeführt.

Präsentation von M. Napoletano (PDF 960 KB)


14.25-14.50

Priska Burri

Leiterin Meldestelle Berufsqualifikationen EU/EFTA, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

 

 

 

Stephan Fischli

Geschäftsführer ITpearls AG

eGovernment Projekt "Sypres": Meldeverfahren für Dienstleistungserbringende aus der EU/EFTA

Im Projekt Sypres wurde das gesamte Meldeverfahren für EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürger, die eine Dienstleistung während maximal 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr in der Schweiz erbringen möchten, mit einem BPM-System umgesetzt. Neben der Modellierung mit der BPMN  (von der ISB anerkannte Notation, verfügbar als eCH-Hilfsmittel) wurde ein Open Source BPMS für die Realisierung eingesetzt. Der Praxisvortrag zeigt die Zielsetzung und die Herausforderungen auf und illustriert die Lösung mit IT-Hilfsmitteln.

Präsentation von P. Burri und St. Fischli (PDF 676 KB)


15.30-15.55

Jan Höppner

Consultant camunda services GmbH

 

 

Jürgen Horwath

Projektleiter Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum

Automatisierte Prozesse mit BPMN 2.0 und Open Source am Beispiel des Amtes für Geistiges Eigentum

Die Vorteile der Prozessautomatisierung liegen auf der Hand. Mit dem BPMN 2.0 – Standard ist ein mächtiges Instrument hinzugekommen, um die fachlich-technische Abstimmung solcher Prozesse zu verbessern. Allerdings ist die hierfür notwendige Technologie in den meisten Fällen zu schwergewichtig, zu unflexibel und zu teuer. In diesem Vortrag wird die Open Source Plattform camunda BPM vorgestellt, die unter anderem beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum in Bern eine zentrale Rolle in der Verbesserung der Prozesseffizienz spielt.


15.55-16.20

Peter Marvin Behrendt

Geschäftsführer aforms2web solutions & services GmbH

 

 

 

 

Christian Bauer

Geschäftsführer dox42 GmbH

Prozessautomation in Zeiten von schmalen Budgets
und wandelnden Anforderungen: Aufenthalts und Arbeitsbewilligung im Kanton Zug

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit im Kanton Zug wollte sein Kundenservice weiter verbessern und manuelle Routinetätigkeiten automatisieren. Aber wie, wenn sich die Entwicklung/Erweiterung eines Fachinformationssystems nicht rechnet? Und wenn ausserdem jetzt schon zu erwarten ist, dass der Fachprozess aufgrund politischer Entwicklungen in naher Zukunft geändert werden muss? Der Kanton Zug hat diese Herausforderungen durch eine intelligente Kombination von Software-Standardkomponenten gelöst. Wir zeigen Ihnen wie der Prozesses der Aufenthalts und Arbeitsbewilligung mit Hilfe von Standardlösungen wie elektronischer Formulare, Workflows und Dokument Automation schnell und kostengünstig automatisiert wurde und sich trotzdem flexibel an zukünftige gesetzliche Änderungen anpassen lässt.

Präsentation von P.M. Behrendt und Ch. Bauer (PDF 3.1 MB)


16.20-16.55

Patrik Riesen

Geschäftsführer couniq consulting GmbH und Fach-Programmleiter von FISCAL-IT

Von der Unternehmensarchitektur zum Level 3 Prozess. Nutzenpotentiale von BPMN – ein Erfahrungsbericht

Präsentation von P. Riesen (PDF 1.9 MB)


16.55-17.20

Lorenz Brügger

Geschäftsführer der MOViLES GmbH

 

 

Peter Morris

Managing Director of Modexe Limited, UK (Partner der MOViLES)

Efficient Policing with BPM

Das Polizeiwesen in Grossbritannien erlebt eine signifikante Veränderung. Auslöser sind Budgetkürzungen von 25% als Folge einer kompetitiven Kosten- und Ausgabenanalyse. Für alle 42 Polizeikräfte bedeutet der neue Fokus auf Produktivität und Audit-Fähigkeit ein struktureller Wandel. Das Beschaffen, Prüfen und Registrieren von Informationen war bislang traditionell die Aufgabe von uniformierten Kräften. Das Ziel ist nun – wie in anderen Bereichen des öffentlichen Sektors – von einer eher reaktiven zu einer vorausschauenden Arbeitsweise zu wechseln. Die Informationsbeschaffung von Mitarbeitern, Partnern und anderen Ämtern muss fundamental umgestellt werden, um die beschränkten Ressourcen optimal auf die Verbrechensbekämpfung zu fokussieren. Dieser Vortrag beleuchtet die Situation einer dieser Polizeikräfte und deren Nutzen aus dem Einsatz von BPM und Lean Six Sigma zur Effizienzverbesserung, Kostenreduktion und Resultatverbesserung.

Vortrag wird in Englisch gehalten.

Präsentation von P. Morris und L. Brügger (PDF 405 KB)


17.20-17.55

Brigitte Zysset

Leiterin Qualitäts- und Risikomanagement, GILAI, Informatik der IV-Stellen

Einführung einer Software für die Prozessmodellierung nach BPMN 2.0 bei den kantonalen IV-Stellen

GILAI ist der Verein für den Bereich Informatik der Invalidenversicherung von 20 Schweizer Kantonen und Liechtenstein. Durch die Bereitstellung gemeinsamer IT-Systeme unterstützt GILAI laut Bundesgesetz über die Invalidenversicherung die IV-Stellen bei ihren Aufgaben. Mit dem Krafttreten der 5. IVG-Revision im Jahre 2008 verlangte das Bundesamt für Sozialversicherungen von den IV-Stellen die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems und die Modellierung der Prozesse. Im Januar 2013 hat die Direktion von GILAI entschieden, eine neue Software zur Prozessmodellierung für die IV-Stellen zu erwerben. Die Einführung erfolgte in vier Phasen. Der Umgang mit der neuen Software verlangte Ressourcen bei den IV-Stellen und ein Umdenken – dabei wurden alle bekannten Phasen des Change-Managements durchlaufen.

Präsentation von B. Zysset (PDF 238 KB)