Bologna

Die «Erklärung von Bologna» – der Grundstein für eine neue Studienstruktur

1999 unterzeichneten die Bildungsministerinnen und -minister von 29 europäischen Ländern, darunter die Schweiz, eine Erklärung mit den Grundzügen einer zukünftigen europäischen Hochschulpolitik, welche einen umfassenden europaweiten und auch transatlantischen (Hochschul-) Bildungsraum ermöglichen sollte. Jeder Studiengang bzw. jedes Studium auf Hochschulstufe ist davon betroffen.

Folgende Zielsetzungen wurden in der Erklärung festgelegt:

  1. Einführung eines Systems verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse, das sich auf zwei Stufen stützt:
    • Bachelorstufe mit Abschluss nach mindestens drei Jahren.
    • Masterstufe mit Abschluss nach weiteren 1–2 Jahren.
  2. Modularisierung der Studiengänge: Aufgliederung im Sinne eines Baukastensystems.
  3. Einführung eines Leistungspunktesystems ECTS (European Credit Transfer System) als Mittel zur Förderung der Mobilität der Studierenden.
  4. Förderung der Mobilität von Hochschulangehörigen.
  5. Zentrale Bedeutung der Berufsbefähigung auf der Bachelor-und Masterstufe.

Anderes Studium, anderes Studieren - der Rollenwandel der Studierenden und Dozierenden
Unabhängig von der «Bologna-Reform», aber zeitlich und sachlich parallel dazu, hat sich ein neues Lehr-und Lernverständnis entwickelt, das auf Hochschulstufe zu greifen beginnt. In diesem Verständnis steht das Lernen im Zentrum des Unterrichts. Als Lernumgebung stellen dabei die Lehrenden Ihnen als Studierende optimale Bedingungen und Fördermassnahmen zur Verfügung und führen Sie in selbst gesteuerten Lernprozessen. Mit diesem «Neuen Lernen» wird versucht, den individuell unterschiedlichen Sach-und Lernansprüchen gerecht zu werden.