Vision und Auftrag

Gute Arbeit – Gute Organisation – Gute Regulierungen

1. Gute Arbeit

Gute Arbeit zeichnet sich durch fachliche Exzellenz, Verantwortungsbewusstsein und Engagement aus. Kreativität, die Fähigkeit zu transdisziplinarem Denken und der Respekt vor anderen gewinnen für gute Arbeit immer mehr an Bedeutung. Spitzenleistungen können fast nur mehr in Teams erbracht werden. Oft ist dafür sogar eine organisationsübergreifende Zusammenarbeit notwendig. Doch aus vielerlei unterschiedlichen Gründen behindert die Arbeitswirklichkeit häufig das Leisten guter Arbeit. Talente verkümmern. Teamzusammenarbeit findet nicht statt. Kollaborationen scheitern dramatisch.

Vision und Aufgabe: Unsere Vision ist, dass in Zukunft dreierlei sich verändern wird: Die Selbstverantwortung und die Selbstmotivation werden zunehmen. Menschen werden sich viel stärker als bisher in Wissensarbeiter-Communities vernetzen. Organisationen werden viel bewusster die Entwicklung jener Fähigkeiten fördern, welche Mitarbeitende zu guter Arbeit befähigen. Unsere Aufgabe ist es, zu erforschen, wie diese positiven Entwicklungen realisiert werden können. Um unsere Forschungsergebnisse in der Praxis nutzbar zu machen, entwickeln wir Instrumente für das Selbstmanagement, für den Aufbau von Expertennetzwerken und für die die Personalentwicklung in Organisationen – so dass möglichst viele mehr Sinn und Erfüllung in ihrer Arbeit finden.

2. Gute Organisation

Der tatsächliche Nutzen von guter Arbeit hängt entscheidend von der Qualität der Organisation ab. Der Erfolg der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) führt dazu, dass diese Qualität sich potenziell immer weiter erhöht.

  • Die Strategie kann von der Business Intelligence profitieren.
  • Die Ablauforganisation kann von gemeinsamer Datennutzung, Business Software und Workflow-Systemen profitieren.
  • Die Kultur und die organisationsinterne Innovationskraft können von der erhöhten Transparenz und der Informationsorientierung der Organisation insgesamt profitieren. 
  • Partnerschaften und organisationsübergreifende Innovationen können von der virtuellen Zusammenarbeit profitieren.

Doch aus vielfältigen Gründen geschieht dies oft nicht. Im Gegenteil: In vielen Organisationen schreitet eine sinnentstellte, defensiv-reaktionäre Bürokratisierung voran, die wert- und zweckfrei die Organisationskomplexität erhöht und gute Arbeit immer mehr erschwert. Doch auch in jenen Organisationen, die noch nicht vom Überbürokratisierungsvirus befallen sind, wächst die Komplexität. Gerade die wertorientierte, sinnvolle und zweckmässige Nutzung von IKT lässt immer komplexere Aufgaben entstehen, die es ohne IKT gar nicht gäbe.

Vision und Aufgabe: Unsere Vision ist es, dass die Organisationsmaturität in Bezug auf den praktischen Umgang mit hoher Komplexität mit den steigenden Herausforderungen mitwachsen wird. Das wird zu völlig neuen Organisationsmodellen und Geschäftsmodellen führen. Unsere Aufgabe ist es, die Erkenntnis- und Wissensgrundlage für den erfolgreichen Umgang mit Komplexitätswachstum zu schaffen. Dafür analysieren wir innovative Beispiele aus der Praxis im In- und Ausland. Aufbauend auf den Analyseergebnissen entwickeln wir neue Managementkonzepte. Um die Praxistauglichkeit dieser Konzepte zu prüfen, probieren wir sie in experimentellen Projekten zusammen mit Partnern aus.

3. Gute Regulierungen

Gute Arbeit und gutes Management reichen oft nicht aus, den Erfolg von Unternehmen sicherzustellen. Unternehmen haben es mit vielfältigsten Risiken zu tun, deren Ursachen immer häufiger in globalen Veränderungen zu suchen sind. Deshalb ist gutes Risikomanagement eine der Kernkompetenzen der Unternehmensführung. Aber auch Staaten müssen auf die Veränderungen reagieren und ihre Wirtschaft und sich selbst schützen. Sie tun dies mit Regulierungen. Diese sind von Land zu Land verschieden und im Ausland bisweilen sehr komplex. Aufgrund ihrer Komplexität und Heterogenität stellen Regulierungen für Unternehmen selbst wieder ein Risiko dar. Der Umgang mit diesem Risiko ist umso anspruchsvoller je internationaler ein Unternehmen tätig ist.

Vision und Aufgabe: Unsere Vision ist es, dass Parlamente Regulierungen in Zukunft auf der Basis fachlicher Regulierungsfolgenabschätzungen (RFA) und unter Einbezug der digitalen sozialen Medien (Web 2.0) verabschieden werden. Unsere Vision ist weiter, dass fast alle international tätigen Unternehmen ein professionelles Regulierungsrisikomanagement in Zukunft betreiben werden (müssen). Unsere Aufgabe ist es, innovative Methoden für das Regulierungsrisikomanagement auf beiden Seiten – in der Wirtschaft und beim Staat – zu entwickeln.