eGov Fokus 1/2012: Mobile Government

Datum der Tagung: Freitag, 27. April 2012
Zeit: 9.00-15.30 Uhr (anschliessend Apéro)
Ort: Hotel National, Hirschengraben 24, 3011 Bern 
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Allgemeine Informationen

Die Nutzung mobiler Technologie im E-Government hat viele Facetten. Der mobile Kanal kann eine Vereinfachung für die Kommunikation der Verwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern sein, er bietet aber auch Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen Möglichkeiten, ihre Aufgaben effizienter zu erledigen.

Um mobile Technologie so einzusetzen, dass Sie den gewünschten Nutzen und nicht nur Mehrkosten bringt, ist eine strategische Betrachtung von Mobile Government nötig. Die Veranstaltung soll im Spannungsfeld zwischen den technischen Möglichkeiten, den Anforderungen von Bürgerinnen und Bürgern und den Herausforderungen bei der Umsetzung gute Bespiele für den Umgang mit mobilen Technologien vermitteln.


Inhalt und Ziele der Veranstaltung

Sie erfahren, welche strategischen Überlegungen zum Einsatz mobiler Technologien auf verschiedenen föderalen Ebenen angestellt werden und wie diese umgesetzt werden. Sie können von Fachexpertise und von gemachten Erfahrungen zu neuen Herausforderungen aus der Schweiz und dem deutschsprachigen Ausland profitieren.

Zielpublikum

Die Veranstaltung wird organisiert vom Kompetenzzentrum Public Management und E-Government der Berner Fachhochschule und richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung (Bund, Kantone, Städte und Gemeinden), an Politikerinnen und Politiker, sowie an Dienstleister aus der Privatwirtschaft und an praxisinteressierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.


09.40-10.10 Prof. Dr. Reinhard Riedl
Leiter Forschung und Dienstleistung des Fachbereichs Wirtschaft an der Berner Fachhochschule

Einführungsvortrag:  "Mobile Government – Ein Weg zu mehr Effizienz und Innovation in der Verwaltung"

Der Vortrag beleuchtet die zwei zentralen Aspekte des Themas: Mobile Devices als Werkzeug für die Verbesserung der Arbeit innerhalb der Verwaltung und der mobile Kanal als Weg in die Hand- und Hosentaschen von Bürgerinnen und Bürger. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass beide Anwendungsfälle als Bausteine für effizientere Prozesse aber auch als Schlüssel zu neuen attraktiven Behördendienstleistungen immer wichtiger werden. Entscheidend für die erfolgreiche Realisierung sind das Verständnis des Verhaltens der Benutzerinnen und Benutzer, ein gutes Datenqualitätsmanagement, einfache robuste Prozessstrukturen und eine klare strategische Perspektive.

Präsentation von R. Riedl (PDF 1.6 MB)


10.10-10.40 Dieter Klemme

Leiter "Programm UCC" im ISB (Informatiksteuerungsorgan Bund)

Mobiles Arbeiten in der Bundesverwaltung - Strategie und Umsetzung der Informatikunterstützung

In der aktuellen Personalstrategie und in der aktuellen Informatikstrategie der Bundesverwaltung sind jeweils eine Stossrichtung „Mobiles Arbeiten“ enthalten. In dem Referat soll aufgezeigt werden wie die Bundesverwaltung die mobilen Geschäftsbedürfnisse im Spannungsfeld zwischen Anforderungen, Kosten und Sicherheit durch Informatiklösungen unterstützen wird. Darin werden Themen wie "Unified Communication and Collaboration", "Bring your own device", "Einsatz von Smartphones, Tablets und Pads", Heimarbeit, ständige Erreichbarkeit usw. aufgegriffen.

Präsentation von D. Klemme (PDF 1.6 MB)


11.10-11.40 Jan Möller

Referent im IT-Stab des Bundesministerium des Innern und bei der Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik (BfIT)

Mobile Government für Deutschland – Ein Konzept für die gemeinsame Verwaltung und Nutzung von Infrastrukturkomponenten und Standards

Erfolgreiches E-Government muss seine Mehrwerte direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern anbieten. Diese sind zunehmend mit mobilen Geräten, wie Smartphones oder Tablet PC im Netz unterwegs. Die Nutzung dieser Plattformen erfordert eine Anpassung der Nutzerschnittstelle von E-Government-Leistungen und bietet gleichzeitig die Chance, Angebote noch intuitiver und komfortabler zu machen. Der Vortrag diskutiert Wege, wie ein solches Angebot effizient, sicher und kommunizierbar gestaltet werden kann und welche Aufgaben und Möglichkeiten sich für Bund, Länder und Kommunen ergeben.

Präsentaton von J. Möller (PDF 53 KB)


11.40-12.10 Martin Graf

Leiter IT Inselspital Bern

Bring Your Own Device – Herausforderung für eine Spitalorganisation

Das Referat gibt einen Überblick über die Strategie BYOD des Inselspitals und erläutert den aktuellen Implementierungsstand anhand eines ersten Erfahrungsberichtes. Basierend auf konkreten Anwendungsfällen wird das erhebliche Potential der mobilen Kommunikation an einem Universitätsspital aufgezeigt. Es werden aber auch die hohen Anforderungen an die Informatikinfrastruktur, die betrieblichen Aspekte, die Risiken im Zusammenhang mit dem Datenschutz sowie die Grenzen der eingesetzten Technologien erläutert. Die hohe Dynamik im Spitalumfeld, die zahlreichen ICT-gestützten Arbeitsprozesse und die Vielzahl der Applikationen erschweren die Umsetzung zusätzlich.

Präsentation von M. Graf (PDF 1.8 MB)


13.15-13.45 Dr. Gerrit Goudsmit

Geschäftsführer KSD

Praxisbeispiel: Mobile Plattform für Schaffhausen

Im Referat wir das mobile Angebot von Schaffhausen präsentiert. Als erster Kanton bietet Schaffhausen eine für Handys optimierte mobile Website und eine Applikation, die auf jedem iPhone oder iPad läuft. Handywebsite und App listen News, Informationen und Adressen übersichtlich auf, um einfachen telefonischen oder elektronischen Kontakt zu Verwaltungsstellen zu ermöglichen. Ausserdem können sämtliche Schaffhauser Gemeinden auf derselben Plattform ihren eigenständigen Auftritt realisieren.

Präsentation von G. Goudsmit (PDF 2 MB)


13.45-14.15 Patrick Graber

Senior Security Consultant, Swisscom AG

Mobile Identity für sichere Authentisierung im e-Government

Den Komfort ihrer persönlichen Mobiltelefone oder Tablet-Computer schätzen bereits sehr viele Mitarbeitende im privaten Rahmen. Diese «Gadgets» werden vermehrt im mobilen Büro eingesetzt. Die Mobile-ID ermöglicht die sichere Benutzer-Authentisierung.
In diesem Vortrag wird das Einsatzgebiete und die Funktionsweise der Mobile ID erläutert und deren mögliche Position im Identity und Access Management im e-Government aufgezeigt.

Präsentation von P. Graber (PDF 823 KB)


14.15-14.45 Lycien Jantos

Leiter Business Solutions und Software Engineering, Schweiz Tourismus

Mobile Plattformen in der E-Marketingstrategie von Schweiz Tourismus

Der Vortrag vermittelt einen Gesamtüberblick über den Einsatz von Inhalten und Technologien für mobile Endgeräte sowie die strategische Bedeutung für das E-Marketing von Schweiz Tourimus. Ausserdem werden praxisnahe Aspekte und Ideen aus der Entwicklung aufgezeigt, die bei der Konzeption und Realisierung eigener Projekte hilfreich sind.

Präsentation von L. Jantos (PDF 1.2 MB)